Fliegendecke beim Ausreiten – so geht es richtig
Mit Fliegendecke ausreiten – das geht, aber nur mit der richtigen Decke. Eine normale Weidefliegendecke ist beim Ausreiten gefährlich. Hier erfährst du was du brauchst und worauf du achten musst.

Normale Fliegendecke vs. Ausreitdecke
Der wichtigste Punkt zuerst: Eine normale Fliegendecke ohne Sattelausschnitt ist beim Ausreiten nicht geeignet.
Wenn du eine normale Fliegendecke auflеgst und dann den Sattel darüber setzt entstehen Scheuerstellen und Druckpunkte die dem Sattel schaden können. Der Reiter hat weniger Halt und kann schneller rutschen. Den Sattel über die Decke zu legen ist auch keine Lösung – für das Pferd unangenehme und teils gefährliche Scheuerstellen möglich. .
Für das Ausreiten gibt es spezielle Fliegenausreitdecken mit diesen Merkmalen:
✅ Sattelausschnitt – der Sattel sitzt direkt auf dem Pferd, nicht auf der Decke
✅ Riding Cut – Aussparung für die Reiterschenkel damit die Hilfen ankommen
✅ Bauchlatz – schützt auch den Bauch vor Insekten
✅ Sicherer Sitz – Kreuzgurte und mehrere Verschlüsse verhindern Verrutschen
✅ Leichtes atmungsaktives Material – kein Hitzestau
beim Training
Wann ist eine Ausreitdecke sinnvoll?
Eine Fliegenausreitdecke lohnt sich besonders wenn:
✅ Dein Pferd sehr empfindlich auf Insekten reagiert und beim Ausreiten unruhig wird
✅ Ihr durch waldreiche Gebiete oder an Gewässern entlangreitet wo viele Bremsen und Mücken sind
✅ Dein Pferd Sommerekzem hat – Kriebelmücken sind beim Ausritt besonders lästig
✅ Die Wirkung des Fliegensprays durch Schwitzen nachlässt – die Decke verliert keine Wirkung
Was du beim Kauf beachten musst
Sattelausschnitt
Der Sattelausschnitt muss zur Sattelart passen – Westernreiter brauchen einen größeren Ausschnitt als Englischreiter. Zu kleiner Ausschnitt: Decke spannt und scheuert. Zu großer Ausschnitt: Decke verrutscht.
Passform
Die Ausreitdecke muss auch im Trab und Galopp sicher sitzen. Eine Decke die flattert erschreckt das Pferd und ist gefährlich. Modelle mit Schweifkordel und Halsteil-Fixierung sitzen deutlich stabiler.
Material
Leichtes, atmungsaktives Netzmaterial ist ideal. Zu schweres Material schwitzt das Pferd darunter – kontraproduktiv beim Training. Viele Modelle bieten zusätzlich UV-Schutz.
Fransen
Einige Ausreitdecken haben umlaufende Fransen am unteren Rand. Diese scheuchen Insekten ab und schützen den Bauch zusätzlich. Beim ersten Tragen etwas Eingewöhnungszeit einplanen – manche Pferde erschrecken anfangs über die Bewegung der Fransen.
Sicherheitshinweise
❌ Nie eine normale Fliegendecke ohne Sattelausschnitt zum Ausreiten verwenden
❌ Nie den Sattel über die Fliegendecke legen – Druck- und Scheuerstellen beim Pferd
❌ Nie mit einer Decke die flattert ausreiten – Sturzgefahr
✅ Vor dem ersten Ausritt kurze Eingewöhnung im Schritt auf dem Platz
✅ Decke nach dem Ausreiten abnehmen und auf Scheuerstellen prüfen

Häufige Fragen
Kann ich mit Sporen eine Ausreitdecke tragen?
Ja – Fliegenausreitdecken haben einen speziellen Beinausschnitt der auch mit Sporen kein Problem ist. Beim Kauf darauf achten dass der Riding Cut groß genug ist.
Meine Ausreitdecke verrutscht beim Galopp – was tun?
Kreuzgurte statt parallele Gurte verwenden – halten deutlich besser. Außerdem prüfen ob die Decke die richtige Größe hat und ob alle Verschlüsse korrekt eingestellt sind.
Kann ich die Decke beim Ausreiten drauflassen
wenn es anfängt zu regnen? Leichte Netzdecekn werden schnell nass und trocknen bei Bewegung auch wieder schnell. Bei kurzem Schauer kein Problem. Bei längerem Regen lieber abnehmen – nasses Material scheuert stärker.
✅ Die richtige Fliegenausreitdecke finden
Modelle mit Sattelausschnitt, Riding Cut und stabilem Sitz – im Vergleich findest du die besten Ausreitdecken mit aktuellem Preischeck.
→ Zum Fliegendecken VergleichFazit
Mit Fliegendecke ausreiten funktioniert – aber nur mit einer speziellen Fliegenausreitdecke mit Sattelausschnitt. Normale Weidefliegendecken sind beim Reiten gefährlich. Auf guten Sitz, Riding Cut und stabilen Verschluss achten – dann ist der Ausritt auch im Hochsommer entspannt.